Erstellen und verbreiten: Die ultimative Anleitung für perfekte GIFs

GIF Bilder sind ein wirksames Marketinginstrument. Das einfache Format ermöglicht das Transportieren einschlägiger und mit Emotionen behafteter Botschaften. Wir erklären, wie GIF Bilder funktionieren, wo sie mit wenigen Klicks zu finden sind und wie jedermann selbst Sequenzen erstellen und diese im Web verbreiten kann.

Was sind GIF Bilder?

Die Abkürzung GIF steht für Graphics Interchange Format (in etwa: Grafiktauschformat). Es handelt sich um ein Grafikformat für Farbbilder. Die Bilder können im GIF Format komprimiert werden. Darüber hinaus ermöglicht das Format das Abspeichern mehrerer Einzelbilder in einer Datei. Die Besonderheit der GIF Bilder: Mit geeigneten Programmen wie zum Beispiel Browsern erscheinen die Bilder als Animationen.

Diese Eigenschaft ist zentral. Wie das GIF Bild im Browser abgerufen, erscheint es als eine Art Bildsequenz mit mehreren hintereinander ablaufenden Bildern – kürzer als ein Kurzvideo, aber definitiv mehr als ein Foto. So ist es möglich, eine einzelne mimische Äußerung einer Person abzubilden und dadurch sehr viel stärker zu transportieren als mit einem gewöhnlichen Foto. Die Bilder können einmalig oder auch mehrere Male abgespielt werden und bleiben beim letzten Bild in der Datei stehen.

GIF Bilder sind keinesfalls neu. Bereits 187 wurde das durch Steve Wilhite entwickelte Format als Farbformat eingeführt. Insbesondere die effiziente Komprimierung von Bildern und die damit verbundene Freisetzung von Speicherplatz bot schon damals Vorteile gegenüber anderen Grafikformaten. Außerdem ist GIF ein offenes Format, das Anwendern kostenlos zur Verfügung steht.

Wozu werden GIF Bilder eingesetzt?

Lange Zeit war es um GIF Bilder ruhig geworden. Dann kehrten die Bilder in den 2010er Jahren zurück. Damals verwendeten viele Nutzer in Foren und sozialen Netzwerken GIF Bilder (Facebook unterstützt das Format seit 2015).

Die GIF Bilder dienen dabei häufig als Ersatz für Emoticons. So lässt sich etwa Überraschung durch eine GIF-Sequenz eines Schauspielers abbilden, der in einer Filmszene ein überraschtes Gesicht macht.

Solche auf Fotos basierenden GIFs werden auch als Cinemagramme bezeichnet. GIFs können grundsätzlich auch alle anderen Arten von Bildern wie Beispiel Grafiken, Comics etc. nutzen.

Entscheidend ist, dass ein kleiner Bereich des Bildes in Bewegung bleibt und so den Eindruck einer Sequenz erzeugt. Beispiele dafür sind zwinkernde Augen, runzelnde Stirnfalten, rauschende Blätter, fließendes Wasser oder ein sich bewegender Gegenstand.

Auch im Marketing spielen die Bilder eine wachsende Rolle. Verantwortlichen gelingt es mit GIF-Bildern, Botschaften besser zu transportieren.

GIF Bilder finden: Die wichtigsten Datenbanken

Wer sich mit dem Einstieg in GIF Bilder beschäftigt, kommt an einschlägigen Datenbanken kaum vorbei. Die größte Datenbank ist Giphy. Hier wird über eine Suchmaske ein Begriff eingegeben. Anschließend zeigt die Datenbank passende Bilder an.

Die Bilder lassen sich über einen Link teilen. Ebenso ist es möglich, einen Code zu kopieren und das Bild so in Websites einzufügen. Giphy wurde mittlerweile von Facebook übernommen. Deshalb ist es auch möglich, Bilder aus der Datenbank im  Messenger zu versenden.

Eine weitere wichtige Quelle ist Tenor, das mittlerweile zu Google gehört. Auch Gifs.com, Gifmaker.me, imgflip und Ezgif sind beliebte Quellen.

GIF erstellen in Photoshop

Alternativ zu solchen Datenbanken lassen sich GIFs auch selbst entwickeln. Dies ist zum Beispiel mit Adobe Photoshop möglich. Dies erfordert etwas mehr Aufwand, bietet aber auch ein Höchstmaß an Flexibilität und Zielgenauigkeit im Hinblick auf das anvisierte Ziel.

Liegt bereits eine Bildersequenz vor, wird diese in Photoshop über „File“, „Scripts“ und „Load Files Into Stack“ zunächst zur Bearbeitung in die Software geladen. Mit einem Klick auf „Browse“ lassen sich dann diejenigen Bilder auswählen, die in das GIF integriert werden sollen.

Besteht noch keine Bildersequenz, lässt sich diese mit Photoshop erstellen. Dazu wird ein neuer Layer erstellt. Diese dienen im GIF als Frame. Nach dem Layer wird die Animation entwickelt. Dazu müssen die Bilder auf einer Timeline angeordnet werden. Anschließend kann die Sequenz als GIF exportiert werden.

Für den Export wird die Datei mit dem entsprechenden Button „für das Web“ gespeichert. Danach ist es möglich, dass GIF auf einer Website, in sozialen Medien oder anderen Bereichen zu teilen. Bei der Festlegung des Formats ist es zumeist wichtig, das Maximum und Farbvielfalt herauszuholen, das GIF bietet. Häufig sind in den Einstellungen 128 Farbtöpfe voreingestellt. Möglich sind aber 256 – dies sollte dann auch entsprechend ausgewählt werden.

Nicht nur Bilder, sondern auch Videos lassen sich in Photoshop in GIFs umwandeln. Möglich ist dies mit „File > Import > Video Frames to Layers“. Nun gilt es zu entscheiden, wie viel des Videos importiert werden soll. Nach dem Import des Videos können weitere Bestandteile wie z.B. Text hinzugefügt werden. Außerdem ist es möglich, die Bilderserien mit Photoshop direkt zu bearbeiten.

Dies funktioniert mit Videos in verschiedenen Formaten. So ist es möglich, auf dem Mac MP4 zu GIF zu konvertieren. Dazu braucht es – genau wie unter Windows – lediglich einen Video Converter. Diese zumeist freie Software gibt es im Netz zahlreich zu finden.