Mechanische Armbanduhren – aus Tradition gut?

Das Angebot von Armbanduhren ist riesig. Kein Kaufhaus ohne Uhrenabteilung, kein Schmuckgeschäft ohne Uhrencounter und kein Onlinehandel ohne Uhrenrubrik. Die Palette reicht von der „Billiguhr“ von unter 10 Euro bis zum teueren Designermodel in der Preisklasse „Kleinwagen“. Die Qual der Wahl kann einen hier schnell überfordern. Längst ist eine Armbanduhr nicht mehr nur Funktionsobjekt, sondern auch Schmuckstück und Statussymbol zugleich. Es gibt keine Alltagssituation in der die Uhr nicht – bewusst oder unbewusst – zur Schau gestellt wird.

Für Männer ist die Armbanduhr häufig gar das einzige Schmuckstück am Körper – gegebenenfalls noch neben dem Ehering. Da ist es nicht verwunderlich, dass für die Auswahl der richtigen Uhr häufig viel Zeit und auch Geld investiert wird, denn die richtige Uhr begleitet einen ein Leben lang – manchmal sogar länger als der Ehering…

Die erste Frage die sich vor dem Uhrenkauf stellt ist eine grundsätzliche – Quartz oder Mechanikuhr?

Quarzuhren sind bekannt als vielseitige, preisgünstige und moderne Zeitmesser. Quarzkristalle ersetzen hier die ursprünglich mechanische Unruh, den Taktgeber der Uhr. Ein elektronischer Schaltkreis versetzt den Quarzkristall in Schwingung und die entstehende Schwingfrequenz wird in den passenden Takt für die Zeitmessung übersetzt. Als Antriebskraft für den Taktgeber dient eine Stromquelle, weshalb Quarzuhren meist mit Batterien betrieben werden. Der Vorteil der Quarzuhr liegt vor allem beim Preis, der deutlich unter dem für eine mechanische Uhr liegt. Dafür ist allerdings auch die Lebensdauer deutlich geringer.

Die mechanische Armbanduhr blickt hingegen auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Die Erfindung der mechanischen Räderuhr wird um 1300 datiert. Im 15. Jahrhundert wurden in Frankreich die ersten Taschenuhren hergestellt und damit gab es zum ersten Mal einen tragbaren Zeitmesser. Und auch damals war die Uhr schon Statusymbol – kein Mann der etwas auf sich hielt ging ohne seine Taschenuhr aus dem Haus. Die mechanische Armbanduhr begann die Taschenuhr erst im 20. Jahrhundert zu ersetzen und mit dem automatischen Aufzug erhöhte sich auch die Praktikabilität weiter. Bis heute haben mechanische Uhren einen deutlich höheren Liebhaberwert als Quarzuhren und alte Taschenuhren gehören zu beliebten Sammlerobjekten.

Die Geschichte der mechanischen Uhr auf einen Blick.

Eng mit der Geschichte der mechanischen Uhr verknüpft ist die Firma und der Name Rolex. Wer an stilvolle und traditionelle Armbanduhren denkt, der denkt in der Regel zuerst an eine Rolex. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Firma Rolex wurde 1905 von dem Deutschen Hans Wilsdorf in der Schweiz gegründet und leistet seither einen herausragenden Beitrag bei der Entwicklung und Verfeinerung von Armbanduhren. Rolex trägt seit über 100 Jahren mit zukunftsweisenden Innovationen zur Weiterentwicklung der Uhrmacherkunst bei. Die weltweit erste wasserdichte Armbanduhr, die Oyster,wurde 1926 von Uhrmachern der Firma Rolex entwickelt und patentiert. Als die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze 1927 den Versuch unternahm den Ärmelkanal zu durchschwimmen, erkannte der Firmengründer Wilsdorf die Chance und schenkte Gleitze eine Oyster Uhr unter der Bedingung, dass sie diese bei ihrem Versuch tragen müsse. Auch wenn der Versuch kurz vor der französischen Küste scheiterte… die Uhr tickte auch nach 8 Stunden im kalten Wasser zeitgenau weiter! Damit war der Name Rolex schlagartig in aller Munde und der erste Schritt für Rolex in Richtung Sponsoring getan.

1931 folgte der nächste Meilenstein in der Innovation der Uhrenkunst. Rolex baute zum ersten Mal den Perpetual-Rotor in die Oyster ein und hatte somit die erste Uhr mit Selbstaufzug entwickelt.

Sponsoring im Uhrenbereich

Das erste erfolgreiche Sponsoring der Britin Mercedes Gleitze 1927 stellt für Rolex den Beginn einer langen Geschichte des Sponsorings dar. Seither ist die Firma Sponsor und Partner erfolgreicher Sportler im Bereich, Golf, Tennis, Segel- und Motorsport sowie prestigeträchtigen Turnieren im Pferdesport. Das Image des nach Höchstleistung strebenden Sportlers passt perfekt zum Image und zur Philosophie der Schweizer Firma.

Aber nicht nur Sportler repräsentieren die von Rolex verkörperten Werte – auch Wissenschaftler und Forscher gehören zu den Partner. James Cameron ist nicht nur ein oscarprämierter Filmemacher sondern seine Leidenschaft für das Tiefseetauchen macht ihn auch zum perfekten Botschafter der Marke. Zusammen mit National Geographic sponsorte Rolex die Expedtion „Deepsea Challenge“. Die Expedition führte James Cameron zum tiefsten Punkt der Weltmeere, ein Tauchgang den bis heute niemend ausser ihm im Alleingang absolviert hat. Und Rolex konnte unter Beweis stellen, dass ihre Uhren an Präzision und Verlässlichkeit auch in 10.908m Tiefe nichts einbuessen

Auch im Bereich Kunst hat Rolex eine eigene Initiative ins Leben gerufen, die ROLEX MENTOR UND MEISTERSCHÜLER INITIATIVE. Hier werden vielversprechende junge Künstler mit einem Meister ihres Fachs zusammengebracht, der sie als Mentor betreut und ihre Karriere fördert. Dieses Beispiel zeigt: auch als Uhrenmacher muss man über das eigene Produkt hinausdenken, möchte man von der Gesellschaft entsprechend wahrgenommen werden.

Unser Fazit

Eine Armbanduhr ist nicht nur Zeitmesser, sondern auch Ausdruck des persönlichen Stils und Geschmacks. Eine Rolex verkörpert traditionelle Werte und das Streben nach Perfektion. Sie ist eine Anschaffung auf Lebenszeit und hierfür sollte man sich viel Zeit nehmen und sich in einem Fachgeschäft ausführlich beraten lassen. Schon bei der Auswahl und beim Kauf der Rolex sollte man Gefühl von Stil in Verbindung mit Tradition und Perfektion genießen können.

Egal ob Rolex oder nicht – mit einer mechanischen Armbanduhr fährt man in der Regel immer gut. Viel wichtiger, als der Preis, ist allerdings nach wie vor der eigene Geschmack bzw. DIE Uhr zu finden, die zum eigenen Stil bzw. zur eigenen Person passt. Findet man dann mal tatsächlich eine Uhr, die all diesen Kriterien entspricht, kann man zu Recht sagen, dass Man(n) SEINE Uhr gefunden hat!