Urlaubsideen am Bodensee – für alle, die in Deutschland bleiben möchten

Der nächste Männerurlaub muss nicht immer auf Malle, in Las Vegas oder sonst wo im Ausland sein. Denn: auch in Deutschland gibt es fantastische Urlaubsmöglichkeiten! Zugegebener Maßen haben diese vielleicht weniger ‚Action‘, dafür aber ganz viel Erholung zu bieten!

Eine von diesen Möglichkeiten ist ein Urlaub am Bodensee. Ein Urlaub am Bodensee bietet grenzenlose Möglichkeiten, denn er verbindet die Anrainerstaaten Deutschland, Österreich und Schweiz auf vielfältige Weise miteinander. Er ist eingebettet in eine abwechslungsreiche Landschaft, auf rund 260 Kilometern von Rad- und Wanderwegen umrundet und besitzt eine Wasserfläche von 536 km². Zudem locken die Städte und Dörfer am Bodenseeufer für kulturelle, kurzweilige und spannende Erlebnisse. Dank dieser Voraussetzungen lassen sich viele Urlaubsideen am Bodensee umsetzen.

Sportliche Ideen für den Urlaub am Bodensee

Wer seine Ferien auf dem Rad verbringen möchte, fährt um den Bodensee herum oder unternimmt Radtouren ins Hinterland. Die meisten Radler auf dem Bodenseeradweg fahren in Uhrzeigerrichtung um den See, dann können Sie immer die Seeseite des Radweges nutzen. In dieser Richtung bieten zahlreiche Unternehmen ihren Gepäckservice an und befördern die Gepäckstücke der Radwanderer zur nächsten Unterkunft. Jedoch lässt die wander- und radfahrfreundliche Infrastruktur am Bodensee auch ein festes Quartier zu. Busse, Bahn und Bodenseeschiffe bringen den Radler täglich zum neuen Etappenort und zurück in das Urlaubsquartier. Außerdem sind rings um den See Servicestationen eingerichtet, an denen eine Panne behoben oder die Reifen neu aufgepumpt werden können. Kultureinrichtungen, Museen und Gastwirte sind gut auf die radfahrenden Urlauber eingestellt, bieten sichere Abstellplätze sowie Schließfächer an.

Mit einer Uferlänge von 273 Kilometern und hervorragender Wasserqualität ist der Bodensee ein Paradies für Wassersportler. Allein in Konstanz versprechen fünf Strandbäder während der Sommerzeit Badespaß für die ganze Familie. Eine Besonderheit bildet dabei das Rheinstrandbad am Seerhein. Schwimmer können sich wahlweise von der Strömung mitragen lassen oder gegen den Strom schwimmen. Der Seerhein ist ein vier kilometerlanger Fluss, der Obersee, Untersee und Überlinger See bei Konstanz zum Bodensee vereint.

Ein Tauchurlaub am Bodensee ermöglicht einzigartige Einblicke in die Unterwasserwelt des Binnensees. Der rege Schiffsverkehr, bis zu 256 Meter Wassertiefe und niedrige Unterwassertemperaturen machen den Bodensee jedoch zu einem anspruchsvollen Tauchrevier. Beliebte Tauchgründe befinden sich vor Ludwigshafen und der Marienschlucht im nördlichen Seebereich. Erfahrene Taucher fühlen sich von der versunkenen „Jura“ angezogen. Das Schiffswrack liegt in den Gewässern vor Konstanz und ist nur mit dem Schiff erreichbar. Tauch-Anfänger finden eine Übungsplattform in Steckborn an der Mündung des Bachrains.

Bodenseeorte mit Geschichte

Geschichtlich interessierte Urlauber begeben sich am Bodensee auf eine Zeitreise durch verschiedene Epochen. Zurück in prähistorische Zeiten führen die Pfahlbauten am Bodensee, die im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen veranschaulicht sind. Über die alte Ritterzeit erzählt die mächtige Festungsruine Hohentwiel, die auf dem gleichnamigen Vulkan thront. Ihre Grundsteine wurden im 10. Jahrhundert gelegt, sie überdauerte viele Kämpfe und Kriege, erst den französischen Eroberern gelang es, um 1801 die Bastion zu bezwingen und zu zerstören. In Konstanz wurde Kirchengeschicht geschrieben. Das Konzil Anfang des 15. Jahrhunderts hat beeindruckende architektonische Spuren hinterlassen und die Stadt geprägt. Etwas jünger sind die Exponate in Omas Kaufhaus in Meersburg. Spielzeuge und alltägliche Utensilien aus Großmutters und Urgroßmutters Kinderjahren zaubern den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht. Zu den Attraktionen innerhalb des Fachwerkhauses gehört eine nostalgische Modelleisenbahn sowie die „Reise der Titanic“.

Kunst- und kulturvoller Urlaub am Bodensee

Die Bodenseeregion lockt mit hochkarätigen Kulturangeboten und berühmten Bühnen. Große Events wie das „Bodenseefestival“ oder die „Bregenzer Festspiele“ locken internationales Publikum an den Bodensee. Das Stadttheater Konstanz ist eines der ältesten Stadttheater Deutschlands und das Sinfonieorchester St. Gallen ist überregional bekannt. Ein besonderes Kunsterlebnis verspricht die Lindauer Marionettenoper. Es ist eine Puppenbühne für Erwachsene, aufgeführt werden regelmäßig Stücke wie Carmen, die Zauberflöte oder La Traviata. Wenn das Spiel beginnt, erwecken Puppenspieler die Marionetten zum Leben und entführen den Zuschauer in die Welt der Oper.

Die Werke berühmter Bodenseekünstler wie Otto Dix oder Carl Roesch sind beispielsweise im neuen Schloss Meersburg und im Zeppelin-Museum von Friedrichshafen ausgestellt. An vielen Plätzen erfreuen die satirischen Skulpturen des Bildhauers Peter Lenk die Augen der Betrachter. Von ihm stammen beispielsweise die Imperia an der Hafeneinfahrt von Konstanz, der Bodenseereiter in Überlingen oder „Kampf um Europa“ in Radolfzell. Weitere Urlaubsideen für den Bodensee könnten eine See-Kreuzfahrt oder eine Weinreise sein. Der See und seine Anlieger bieten beste Voraussetzungen für einen erlebnissreichen, vielseitigen Urlaub.

Die Pfahlbauten am Bodensee

In Unterduhldingen am Ufer des Bodensees stehen seltsame Häuser auf Stelzen. Hölzerne Pfähle sind direkt in den seichten Boden der Flachwasserzone gerammt und tragen steinzeitliche, schilfgedeckte Hütten. Holzstege verbinden die einzelnen Bauten miteinander, so kommen Bewohner oder Besucher trockenen Fußes von Haus zu Haus. Vielleicht schützt diese Bauweise vor Feinden, bestimmt aber vor Hochwasser und wilden Tieren.

Diese Pfahlbauten am Bodensee gehören zum Freiluftmuseum Unterduhldingen. Es sind allesamt Nachbauten von Pfahlbauhäusern aus der Bronze- und Jungsteinzeit. Ihre Vorbilder standen einst in Arbon, Bad Schussenried, auf Hörni, vor Konstanz oder einem der anderen Pfahlbau-Fundorte im Alpenraum.

Etwa viertausend Jahre vor unserer Zeitrechnung begannen Siedler am Bodensee, ihre Behausungen auf diese Art zu bauen. Rund vierhundert Pfahlbausiedlungen sollen einmal am Ufer des Sees gestanden haben, besonders viele sind im heutigen Konstanz, bei Bodman-Ludwigshafen und Unteruhldingen nachgewiesen.

Das konservierende Unterwasser-Milieu hat Pfahlstümpfe, Bruchstücke von Dächern und Wänden sowie Reste des Inventars bis heute erhalten. Diese Überbleibsel lassen Rückschlüsse auf die vorgeschichtliche Wohnkultur und Lebensweise zu. Was die Wissenschaftler nicht hundertprozentig belegen können, tut die Fantasie dazu und die prähistorischen Wohnhäuser können nachgebaut werden.

Warum bauten diese Siedler Häuser auf Pfählen, wie kamen die Pfähle in den Boden und wie lange Stand solch ein Haus? Diese und viel mehr Fragen werden im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen ausgiebig behandelt und beantwortet.

Das Freiluftmuseum in Unteruhldingen

Bereits 1922 gründeten Geschichtsfreunde einen Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde in Unteruhldingen und rekonstruierten die ersten beiden Pfahlbauhäuser. Im Laufe der Jahre kamen weiter Bauten dazu und heute gilt das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen/Bodensee als eines der größten Freiluftmuseen Europas.

Auf dem Freigelände des Museums stehen den Besuchern mehrere steinzeitliche, sowie bronzezeitliche Häuser zum Besichtigen offen. Darüber hinaus sind dem Pfahlbaumuseum zwei feste Museumsbauten angeschlossen. Das historische Museumshaus präsentiert eine klassische Ausstellung über das „Erbe der Pfahlbauer“, im neuen Museumsgebäude erwartet den Besucher eine faszinierende Show. Dort vermittelt das „Archaeorama“ die Illusion eines Tauchganges, nimmt den Gast mit in die Unterwasserwelt und zeigt ein projektiertes Bild eines Pfahlbau-Dorfes.

Zu den Museumsbesuchern gehören viele Radfahrer, die auf dem Bodenseeradweg unterwegs sind. Für deren Fahrräder hat das Museum sicher Stellplätze und Schließfächer eingerichtet.

Der Museumsbesuch beginnt immer im Archaeorama, daran schließt sich ein geführter Rundgang durch die Pfahlbaudörfer und Einzelhäuser an. Anschließend können sich die Besucher selbstständig auf dem Museumsgelände umsehen.

Die Pfahlbauten im Museum

  • Noch aus der Gründungszeit des Museums stammen die Steinzeithäuser Schussenried. Sie sind den ursprünglichen Häusern der Fundstelle Federseemoor Riedschachen nachempfunden.
  • Im Bronzezeitdorf Buchau sind Werkzeuge der Bronzegießer und Töpfer ausgestellt.
  • Wie mag das Leben der Dorfbewohner vor dreitausend Jahren gewesen sein? Das Bronzezeitdorf Unterduhldingen vermittelt eine Vorstellung über die Lebensart jener Zeit.
  • Im „Haus der Fragen“ gibt es Antworten auf die fünfzig häufigsten Fragen.
  • Das Steinzeitdorf Sipplingen ist von einer Palisade umgeben, wie es in der Jungsteinzeit üblich war. Die schilfgedeckten Häuser bergen allerlei Handwerkszeug und Alltagsgegenstände der Bodenseefischer und Bauern der Steinzeit. Seit 2014 birgt die Dorfhalle sogar ein eigenes Pfahlbaukino.
  • Die Experimentierhäuser Hornstaad- und Arbon-Haus können nur von außen bestaunt werden. Ab und zu wohnt im Hornstaadhaus der „Steinzeitmann Uhldi“. Er kümmert sich besonders gern um die jüngsten Museumsbesucher und lockt Familien auf einen Steinzeitparcours.

Fundorte von Pfahlbauten am Bodensee

An der Spitze der Halbinsel Höri liegen im flachen Wasser die Reste von gleich mehrere Pfahlbausiedlungen. Die sogenannte Hornstaadter Gruppe wurde bereits 1856/57 entdeckt und seither intensiv erforscht. Das Hörnli-Haus im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen ist ein Ergebnis dieser Forschung. Umfassende Informationen über die Pfahlbauten von Hornstaad-Hörnle sind auf Schautafeln zusammengefasst. Diese Informationstafeln befinden sich hinter dem Gasthaus Hörnle bei Gainshofen.

Pfahlbauten-Historie

  • Vor Wangen-Hinterhorn entdeckte 1856 Kaspar Löhle die ersten Pfahlbaustümpfe am Bodensee.
  • Das Sipplinger Dreieck birgt den am besten erhaltenen Siedlungskomplex der Pfahlbauer. Forscher freuen sich über gut erhaltene Hausteile, Nahrungsreste, Textilien und Knochen.
  • Das weiträumige Pfahlfeld von Unterduhldingen-Stollenwiesen gehört zu den bedeutendsten Pfahlbaufunden am Bodensee.

Die unterirdische Welt der Pfahlbauten ist der Allgemeinheit nicht zugänglich, sie liegt in besonders geschützten Gewässerzonen. Damit die Relikte der vergangenen Zeit noch lange erhalten bleiben, sind sie meist mit Kies und Geotextilien abgedeckt.

Insgesamt 111 Fundstellen prähistorischer Pfahlbauten um die Alpen gehören zum Welterbe der UNESCO. Darunter befinden sich auch Pfahlbaustationen vom Ufer des Bodensees, speziell die Pfahlbauten in Unteruhldingen sind eine Besucherattraktion.

Urlaub in Radolfzell am Bodensee

Radolfzell am Bodensee empfiehlt sich mit vielen Vorzügen für einen erlebnisreichen Urlaub im Landkreis Konstanz. Der staatliche anerkannte Erholungsort liegt am nördlichen Bodenseeufer, wo sich der Untersee in Gnadensee und Zeller See aufteilt. Bauliche Zeugen der mehr als 1000jährigen Stadtgeschichte prägen das Ortsbild und als idyllische Landzunge reicht die Halbinsel Mettnau weit in den See hinein. Der Höhenunterschied zwischen der Uferzone und den Stadtteilen auf dem Bodanrück beträgt beinahe 300 Meter. Diese landschaftliche Vielfalt, gepaart mit verlockenden Freizeitangeboten machen den Ferienort für Familien und Alleinreisende gleichermaßen interessant.

Mit Handy und GPS durch die Stadt

Zum Kennenlernen von Radolfzell und Umgebung haben sich die Tourismusexperten spannende Angebote ausgedacht. So können Freunde der modernen Schnitzeljagd die Region auf mehreren Geocaching-Touren erkunden. Interessierte Urlauber bekommen die Koordinaten bei der Tourist-Information und können dort auch GPS-Geräte ausleihen. Für einen handybasierten Stadtrundgang sind wichtige Sehenswürdigkeiten mit einem QR-Code ausgestattet. Wer diesen scannt, erhält umfangreiche Informationen und wird zum nächsten Highlight weitergeführt.

Der Kappedäschle Brunnen trägt einen solchen Scanncode genau wie der wuchtige Höllturm oder der Ölberg. An die Zeit der Habsburger in Radolfzell erinnert das Österreichische Schlösschen, von der Ära als Münzstätte zeugt das schmucke Egloffsche Haus. Im Griener Winkel haben sich Reste der ärmlichen Fischersiedlung erhalten und der Stadtgarten bietet lauschige Ruheplätze. Der kunstvoll angelegte Garten verläuft durch den ehemaligen Stadtgraben und begrenzt die historische Altstadt.

Sport und Abenteuer in Radolfzell am Bodensee

Als Stadt am Bodensee verfügt Radolfzell über gepflegte Badestrände wie die Strandbäder Mettnau und Markelfingen oder die Badestelle am Böhringer See. Wer im Urlaub am Bodensee segeln oder mit dem Motorboot fahren möchte, ist im Wassersportzentrum Radolfzell genau richtig. Hier können Freizeitkapitäne das Bodenseeschifferpatent erwerben, Segeln lernen oder ein Boot chartern. Steh-Paddeln wird auch am Bodensee immer beliebter, in der Surfschule Radolfzell stehen deshalb einige Boards und Paddel zur Ausleihe bereit.

Ausgeschilderte Nordic Walking Strecken sowie Rad- und Wanderwege führen durch Wiesen und Felder, wer mag, fährt mit dem Segway die Uferstraßen entlang. Skateboarder, Inlineskater oder BMX Fahrer finden im Radolfzeller Skaterpark so manche Herausforderung. Ebenfalls sportlich und abenteuerlich geht es im Kletterwerk Radolfzell zu. Die Außenanlage ist einem Kletterfelsen nachempfunden bietet, Überhänge zum Bouldern und Kletterrouten bis in 15 Meter Höhe. Kindgerechte Bereich sind ebenso vorhanden, wie eine Indoor-Slacklinefläche.

Kulturelle und erholsame Angebote

Ein futuristisches Konzertsegel zieht am Seeufer die Blicke auf sich. Auf dieser Bühne werden während der warmen Jahreszeit Konzerte und andere Kulturveranstaltungen aufgeführt. Darüber hinaus verfügt Radolfzell über interessante Museen. Das Stadtmuseum ist in der Alten Apotheke untergebracht, die noch immer im Biedermeierstil eingerichtet ist. Ein Museum im Zunfthaus informiert über die lange Fastnachtsgeschichte der Region und in der CompuRama werden alte Rechenmaschinen ausgestellt.

Radolfzell punktet außerdem mit seiner vielfältigen Gastronomie und attraktiven Einkaufsstätten. Frische Zutaten für die gute Bodenseeküche schwimmen im See und wachsen auf der nahegelegenen Gemüseinsel Reichenau. Im Herbst laden die Gemeinden am Untersee zu den „Felchenwochen“ ein. Dann werden besonders viele Gerichte aus Bodensee-Felchen zubereitet. Für die Shoppingtouren halten die Einzelhändler von der Seemeile bis in die Altstadtstraßen ein buntes Warenangebot bereit. Außerdem lockt das Seemaxx Outlet-Center einkaufswillige Besucher an.

Bei so vielen Aktivitäten, Sport und Kultur möchten Urlauber am Bodensee auch entspannen. Diesem Zweck dienen die 8000 Quadratmeter der 5-Sterne Bora Saunalandschaft Radolfzell. Acht verschiedenartige Saunen bringen die Gäste zum Schwitzen, abgekühlt wird im Pool oder direkt im Bodensee, für die Ruhephasen ist ein behagliches Ambiente geschaffen. Mit der Bora Saunaoase präsentiert Radolfzell die derzeit größte Saunalandschaft am Bodensee und eine der schönsten Saunen Europas.