Nebenbei Geld verdienen – Studentenjobs von klassisch bis skurril

Jeder Student kennt das Gefühl, wenn am Ende vom Geld noch viel Monat übrig ist. Studieren ist teuer und viele Studenten müssen ihr Budget mit einem Nebenjob aufbessern – daran hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Was sich aber geändert hat ist die Art der Jobs.

Die klassischen Studentenjobs wie Kellnern, Nachhilfe etc. sind nach wie vor populär, in den vergangenen Jahren sind aber dank des Internet eine Menge neuer Jobmöglichkeiten hinzu gekommen, die sich (nicht nur) von Studenten zeitlich flexibel ausüben lassen.

Bei der Auswahl der Jobs stehen verständlicherweise vor allem Flexibilität und Verdienst im Vordergrund. Nur selten sind diese Jobs auf dem späteren Karriereweg von Bedeutung. Wer sich schon während des Studiums auf die spätere Karriereplanung fokussieren möchte für den ist der Job als Werksstudent ideal. Diese Jobs sind heiss begehrt und schwer zu ergattern. Ihr solltet Euch daher frühzeitig und bei mehreren Firmen bewerben.

Bevor man sich aber auf die Suche nach dem richtigen Nebenjob macht sollte man auf einige Dinge achten die sich schnell und unerwartet negativ auf den Geldbeutel auswirken können. Auch für Studentenjobs gibt es gesetzliche Regeln. Zwar ist eine Arbeitsgenehmigung nicht erforderlich aber es gibt Grenzen bei Verdiensthöhe und erlaubten Arbeitsstunden pro Woche. Ob Krankenversicherung, Steuern oder sonstige Sozialversicherungen – auf all das kann sich eine Nebentätigkeit finanziell negativ auswirken. Für die zeitliche Begrenzung gilt nicht mehr als 20 Stunden pro Woche während des Semesters, in der vorlesungsfreien Zeit gibt es dagegen keine zeitliche Begrenzung.

So lange das Einkommen aus Nebenjobs 400 Euro pro Monat nicht übersteigt fallen keine Steuern oder Sozialabgaben an. Wer mehr als 400 Euro verdient, muss beim Arbeitgeber seine Lohnsteuerkarte abgeben und bekommt jeden Monat erstmal Steuern von seinem Gehalt abgezogen. Dieses Geld bekommt man in der Regel zurück, wenn man zum Ende des Jahres seine Steuererklärung abgibt. Denn bis zu einem Einkommen von 8.004 Euro im Jahr fällt keine Lohnsteuer an.

Die 400 Eurogrenze ist auch für Empfänger ganz wichtig, denn wenn diese überschritten wird wird das Bafög reduziert. Ausserdem müsst Ihr ab dieser Obergrenze eine eigene Krankenversicherung abschliessen. Wenn Ihr Euch nicht ganz sicher seid, lasst Euch am besten vom Studentenwerk beraten.

Nebenbei Geld verdienen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Vom Kellner bis zum Sargträger geht alles. Bei der Auswahl solltet Ihr auf drei Faktoren achten – Karriereplanung, Flexibilität und Verdienst.

Zu den klassischen Nebenjobs gehören:

Kellner

Nicht ganz so einfach wie es klingt. Je nach Location bedarf es etwas Übung und kann auch teilweise ziemlich stressig sein. Ihr solltet auch auf die Arbeitszeiten achten, denn Kellnern bis in den frühen Morgen kann das Studieren am nächsten Tag beeinflussen. Mit dem Trinkgeld erreicht man häufig einen relativ guten Stundenverdienst. Am besten in den Locations direkt anfragen, ob Bedarf besteht.

Promoter

Promoter werden beispielsweise eingesetzt, um neue Produkte zu bewerben, zur Unterstützung von Verkaufsaktionen im Handel, zur Verteilung von Proben oder Flyern auf der Straße oder für nächtliche Werbeaktionen in Kneipen, Clubs oder Bars.
Eignet sich für aufgeschlossene und kontaktfreudige Studenten. Da man sich die Einsätze aussuchen kann sind die Zeiten sehr flexibel und der Verdienst ist auch gut. Einfach im Internet nach Agenturen in Eurer Nähe suchen und Bewerbung abschicken.

Nachhilfelehrer

Ideal für Studenten die vor allem nachmittags, abends und am Wochenende Zeit haben. Inzwischen gibt es auch hier Agenturen die Nachhilfejobs vermitteln aber es ist einfach über Schulen oder Kleinanzeigen direkt Schüler zu finden.

Lieferdienst

Von Pizza bis zu Medikamenten – egal was Ihr ausliefert solltet Ihr hier vor allem auf zwei Dinge achten – einen angemessenen Stundenverdienst und ein Fahrzeug für die Auslieferung.

Bürohilfe

Kann alles umfassen, was im normalen Büroalltag anfällt oder Aushilfe für besonders intensive Zeiten bei Firmen mit saisonalem Geschäft (Weihnachten etc.). Vor allem mit Büroerfahrung hat man hier gute Chancen. Entweder über Arbeitsagentur bewerben oder bei Firmen direkt anfragen.

Security-Mitarbeiter

Ob als Nachtwächter oder Türsteher – eine gewisses Mass an Fitness und Statur ist hier hilfreich. Der Einsatz als Nachtwächter bietet zwar die Chance ab und zu in ein Buch zu schauen aber Ihr solltet darauf achten, dass Ihr nicht die ganze Nacht im Einsatz seid und dann die Uni am nächsten Tag verschlaft. Bewerben könnt ihr Euch auch hier über Agenturen oder bei Firmen direkt.

Verlader im Paketdienst

Be- und Entladung von Fahrzeugen, Sortieren, Scannen sowie Etikettieren von Paketen.Der Job ist physisch anspruchsvoll und auch hier solltet ihr auf die Arbeitszeiten achten. Einfach bei Paketdiensten wie DHL, DPD oder UPS in Eurer Nähe nachfragen.

Aushilfe im Einzelhandel

Kassierer, Verkaufsberater, Regalauffüller, Lagerhilfe – vom Modegeschäft bis zum Supermarkt. Auch hier am besten direkt bewerben.

Interviewer

Mit Fragebogen bewaffnet werden Personen der jeweils anvisierten Zielgruppe meist in den Fussgängerzonen befragt. Für kontaktfreudige Studenten ein geeigneter Job.

Stadtführer

Wenn Ihr Euch für die Geschichte Eurer Stadt interessiert und gern mit Menschen kommuniziert dann ist das ein guter Nebenjob für Euch.

Testkäufer oder Testanrufer

‚Undercover‘ unterwegs: Testkäufer nehmen die Servicequalität von Unternehmen unter die Lupe, Testanrufer machen das gleiche nur am Telefon

Proband

Als „Versuchskaninchen“ für medizinische Studien erhaltet Ihr eine Aufwandsentschädigung. Je nach Zeitaufwand, Umfang und Ablauf der Studie sind durchaus 1.000 Euro denkbar.

Notfall-Kurier

Dieser Studentenjob klingt abenteuerlich: Quer durch die Welt in wenigen Stunden – und irgendwie ist er es auch.  Denn das Kuriergeschäft ist absolut global geworden und so kommt es gar nicht so selten vor, dass wichtige Sendungen über mehrere Zehntausend Kilometer persönlich durch einen On-Board-Kurier begleitet werden müssen. Ein toller Nebenjob für Studenten, weil diese zeitlich sehr flexibel abrufbar sind.

Die schöne neue Welt der Studentenjobs – so verdient man Geld heute neben dem Studium!

Mit dem Internet hat sich die Arbeitswelt auch für Studenten erheblich verändert. Mit dem Internet kann man nebenbei von überall Geld verdienen und das lässt sich mit dem Studium gut vereinbaren. Das birgt allerdings auch Risiken.

Webseiten-Tester

Inzwischen gibt es mehrere Unternehmen die regelmässig Tester einsetzen. Der Vorteil ist dass man die Webseiten und Apps meistens bequem von zu Hause aus testen kann. Nebenbei Geld verdienen geht kaum einfacher!

Produktbewerter

Diese relativ neuen Mikrojobs mit denen sich schnell einmal zwischendurch etwas Geld verdienen lässt, finden immer mehr Anhänger. Die Aufgaben umfassen z. Bsp. einen Produktaussteller in einem Supermarkt zu fotografieren oder in einem Drogeriemarkt zuerst ein neues Produkt im Regal zu fotografieren, dann zu testen und hinterher eine Meinung über dieses Produkt abzugeben. Klingt einfach und lässt sich überall einfach machen. ABER bei Verdiensten von einem bis drei Euro im Normalfall sollte man sich bewusst sein, dass der Stundenlohn niedriger sein kann als bei anderen Jobs

Auftragstexte schreiben

Der Content Hype im Internet schafft viele Möglichkeiten für Studenten, mit Auftragstexten auf Autorenportalen mit den unterschiedlichsten Textvorgaben einen Nebenverdienst zu erschreiben.

Der Job ist allerdings mit einer gewissen Skepsis zu geniessen, denn er lässt sich zwar bequem von zu Hause aus erledigen, aber der Stundenlohn kann schnell niedriger als erwartet ausfallen, da langes Recherchieren, das Berücksichtigen von SEO- und Themenvorgaben, die einem nicht immer liegen, schnell zu einem höheren Zeitaufwand als geplant führen können. Für all diejenigen, die zügig schreiben und recherchieren können und die freie Zeiteinteilung und Mobilität besonders schätzen, könnte dies jedoch genau der richtige Nebenverdienst sein.

Die skurrilsten Nebenjobs – auch so, kann man nebenbei Geld verdienen

Und hier zum Abschluss noch einige Jobs die nicht zu den gängigsten gehören aber die gleichen Vor- und Nachteile wie alle anderen Nebenjobs bieten:

  • Sargträger
  • Aktmodell
  • Lichtdouble
  • Simulationspatient
  • in „der Schlange Steher“
  • Mietdemonstrant
  • Ballonverfolger
  • Claqueur

Egal für was Ihr Euch entscheidet, wichtig ist immer das Studieren in den Vordergrund zu stellen. Wenn man ein Extrasemester dranhängen muss, lohnt sich auch der beste Nebenjob nicht.

Die neue Onlinearbeitswelt bietet viel Flexibilität bei Arbeitszeiten und lässt sich in der Regel von überall ausführen aber Ihr solltet Ihr besonders auf den Stundenlohn achten. Häufig ist der tatsächliche Arbeitsaufwand höher als erwartet.