Arganöl kaufen. Was bringt es und wo bekomme ich es

Wer Arganöl bereits kennt weiß, dass dieses Öl nicht nur eines der kostbarsten Öle auf der ganzen Welt ist, sondern vor allem das Arganöl extrem vielseitig einsetzbar und in der Lage ist die Lebensqualität des Menschen in vielen Bereichen zu verbessern. So ist des bspw. erwiesen, dass Arganöl:

Wirkung von Arganöl

  • Die Haut nicht nur pflegt, sondern sie ebenfalls schützt (gerade Frauen in den Wechseljahren greifen deshalb sehr häufig auf das kostbare Öl zu)
  • Der Cholesterinspiegel durch die regelmäßige Verwendung von Arganöl nachhaltig gesenkt werden kann
  • In der Lage ist den Blutzuckerspiegel des Menschen zu senken (gerade Diabetikern oder Menschen, die kurz vor der Diabetis stehen wird daher oftmals empfohlen die eigene Ernährung mit Arganöl abzurunden bzw. zu ergänzen)
  • Auch einen positiven Effekt auf die eigenen Haare – als Bestandteil der entsprechenden Shampoos – hat

Neben diesen Punkten soll Arganöl sogar die eigenen Zähne stärken, die Nägel verschönern und sogar die unangenehme Hauterkrankung Neurodermitis eindämmen.

Das Alleskönner Öl

Man erkennt: dieses Öl ist ein absoluter Alleskönner! Kein Wunder also, dass die Nachfrage in den letzten Jahren konstant gestiegen ist.

In diesem Beitrag möchten wir dir deshalb einen Überblick darüber geben was Arganöl genau ist, wo das teure Öl herkommt, wie er hergestellt wird und natürlich wo ihr es im eigenen Haushalt einsetzen könnt.

Wo kommt das Arganöl eigentlich her?

Bevor das Arganöl in unserem Essen oder auf unserer Haut landen kann, muss das kostbare Öl zunächst eine weite Reise antreten, denn: das Herkunftsland des Öls ist nicht etwa Italien oder Griechenland, sondern das afrikanische Land Marokko.

Marokko, dass Land mit ca. 36 Millionen Einwohnern, ist eigentlich bekannt für seine atemberaubenden Meeresküsten, den faszinierenden Sanddünen und das fantastische Essen im Land selbst. Gerade diese drei Punkte tragen dazu bei, dass das Land bei vielen Touristen und reisefreudigen einen ganz besonderen Platz im Herzen hat.

Auf der Suche nach Arganöl, müssen wir uns allerdings in den Südwesten des Landes begeben. Dort finden wir nämlich den berühmt berüchtigten Arganbaum. Das Arganöl selbst wird aus den Früchten dieser Bäume gewonnen bzw. über einen speziellen Prozess (mehr dazu im weiteren Verlauf) hergestellt.

Dürfen wir vorstellen? Der marokkanische Arganbaum

Zunächst einmal: die Pflege der Arganbäume selbst stellt eine absolute Besonderheit dar, denn: jedem Arganbaum in Marokko wird speziell ein Eigentümer zugewiesen. Dieser ist für die Form, die Pflege und natürlich für das Auflesen der Früchte – im Normalfall zwischen den Monaten Juli bis September – verantwortlich. Hierbei achtet natürlich jeder Eigentümer strengstens darauf, dass die Früchte nicht etwa von Fremden aufgesammelt und für teures Geld verkauft werden.

Bei der Ernte sind auch heute noch hauptsächlich Frauen im Einsatz. Die Früchte werden dabei nicht vom Baum selbst gesammelt, sondern vom Boden aufgelesen. Dies ist nicht nur praktischer, sondern aufgrund der Eigenschaften des Baums fast schon ein Zwang.

Arganbäume. Mehr Infos dazu

Arganbäume werden nämlich bis zu 12 Meter groß. Der Baum selbst kann dabei in einer Höhe bis 1.300 Metern wachsen und gedeihen. Man erkennt auf den ersten Blick sofort, dass Arganbäume extrem „buschig“ sind und ein dichtes Gewächs haben. Allein schon dieser Punkt würde die Ernte vom Baum selbst unheimlich erschweren. Hinzu kommt, dass die Früchte des Arganbaums extrem stark am Baum selbst hängen und dazu noch eine Art stacheligen Panzer tragen. Dieser Umstand erschwert das Abschlagen der Früchte nicht nur, sondern macht es außerdem noch ziemlich gefährlich. Man erkennt: das Auflesen vom Boden ist aus vielerlei Hinsicht die beste Variante.

Beeindruckend am Arganbaum ist außerdem der Umfang, den die Krone bei ausgewachsenen Bäumen annehmen kann. So wurden Arganbäume dokumentiert, deren Krone einen Durchmesser von knapp 70 Metern hat!

Umso verwunderlicher, dass der Arganbaum kaum Wasser zum Wachsen benötigt und deshalb vorzüglich mit den trockenen Umständen in Marokko zurechtkommt. Das ein Arganbaum mehreren Generationen Freude bereiten kann, zeigt seine Lebensdauer: so kann ein Arganbaum in Extremfällen bis zu über 400 Jahre alt werden, wobei die Produktivität des Baumes sich über die Jahre nicht konstant hält und mit dem Alter des Baumes aller Voraussicht nach stark abnimmt.

Arganöl – Gewinnung

Nicht nur bei uns Menschen, sondern vor allem auch bei den Ziegen Marokkos ist das Arganöl bzw. die Frucht, die Argannuss, extrem gefragt.

Dieses Bild ist dabei keine Ausnahme, sondern tatsächlich die Norm. Läuft man an einem Arganbaum vorbei, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit Ziegen in der Krone des Baumes sichten, die von den Früchten des Arganbaums naschen. Ein leckerer Schmaus für die örtlichen Ziegen; weniger Arganöl für uns.

Vor allem mit Blick auf die Menge an Früchten, die für die Produktion von einem Liter Arganöl benötigt wird, ist das Naschen der Ziegen allerdings kritisch zu betrachten, denn: zur Herstellung von einem Liter Arganöl braucht man in der Regel zwischen 30 und 35 Kilogramm an Argannüssen! Vor allem wenn man bedenkt, dass ein Arganbaum zwischen 30 und 40 Kilogramm an Früchten „abwirft“, ist dies beachtlich! Dieser Umstand erklärt damit auch die Knappheit, die Exklusivität und lt auch den Preis des Arganöls.

Luxusprodukt ist eben Luxusprodukt! Und je knapper ein gut bzw. je aufwendiger seine Herstellung, desto teurer wird es eben.

Arganöl – Herstellung

Nachdem die Argannüsse von den Frauen aufgesammelt wurden, werden sie nach Hause transportiert und bis zur eigentlichen Verarbeitung trocken gelagert. Letzteres ist für den weiteren Verlauf der Verarbeitung von großer Bedeutung.

Auch die Herstellung des Arganöls ist nach wie vor Handarbeit! Dies hat zum einen mit der Tradition rund um die Herstellung zu tun, zum anderen trägt dies zur Sicherung der Produktqualität bei.

Bei der Verarbeitung selbst werden die Früchte zunächst geöffnet. Im nächsten Schritt wird das Fruchtfleisch gekonnt entfernt. Ist ein Kern faul oder entspricht er nicht den Qualitätsstandards, so gilt er als fehlerhaft und wird bewusst entfernt. Hierbei wird natürlich ganz genau hingesehen. Eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet ist ebenfalls von großem Vorteil!

Ist ein Kern extrem hart, wird er mithilfe von zwei Steinen, gekonnt ausgeklopft, sodass man an das innere des Kerns kommt. Ist der Kern geöffnet, werden im nächsten Schritt die sog. Samenplättchen entnommen. Nachdem diese gesammelt wurden, werden sie in das entsprechende Utensil gegeben und angeröstet.

Der wichtigste Schritt ist der Folgende. Nach dem anrösten der Kerner werden diese nämlich umgehend mit einer dafür vorgesehen Mühle sorgfältig zermahlen. Nun haben wir fast schon fertiges Arganöl in unseren Händen! 

Im letzten Schritt wird die breiige Masse mit gekochtem Wasser vermengt. Diese Mixtur wird alsdann solange umgerührt und anschließend geknetet, bis das kostbare Öl aus der Masse herausfließt.

Der Nachteil dieses Herstellungsprozesses ist offensichtlich: so nimmt sie extrem viel Zeit und natürlich auch Muskelkraft in Anspruch!

Man geht davon aus, dass man zur Herstellung von 2 Litern Arganöl ca. 8 bis 10 Tage an Aufwand benötigt. Ein beachtlicher Wert! Vor allem wenn man bedenkt, wie viel schneller es bei der Verwendung von entsprechenden Maschinen gehen würde.

Arganöl – die Verwendung

Wie eingangs beschrieben, wird Arganöl vielseitig eingesetzt.

Wie auch im Herkunftsland Marokko wird Arganöl nicht nur zur Bekämpfung von Krankheiten, als Arznei, eingesetzt, sondern auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Wer bereits einen Salat mit Arganöl zubereitet hat weiß, dass das Geschmack vom Öl sehr nussig ist und gekonnt dosiert jeden Salat verfeinert. Doch auch andere Speisen wie bspw. Bulgur, Nudeln oder auch ein einfaches Stück Schafskäse bekommen durch die Hinzugabe von hochwertigem Arganöl einen ganz besonderen Geschmack.

Arganöl Haarpflege, Gesichtspflege und andere Vorzüge

Der Vorteil gegenüber Oliven- und anderen diversen Ölen: Studien haben bewiesen, dass der Verzehr von Arganöl – natürlich in vertretbaren Maßen – zur Senkung des Cholesterinspiegels und zur Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen kann. So ist Arganöl aus der Hinsicht im Grunde genommen beides: Nahrungsergänzungsmittel und Arznei zugleich.

Arganöl bei Schuppenflechte und Hautproblemen

Auch unreine- und von Akne geplagte Haut kann mit Arganöl behandelt und im besten Fall sogar komplett geheilt werden. Auch alternde Haut bekommt durch die Verwendung von Arganöl neuen Glanz und sieht spürbar gesünder und vor allem frischer aus. Das Schöne: wenige Tropfen des kostbaren Öls reichen oftmals aus, um bereits nach kürzester Zeit spürbar positive Effekte auf der eigenen Haut hervorzurufen. Und obwohl Arganöl sicherlich seinen Preis hat, ist es immer noch günstiger als einige Cremes und Tabletten der jeweiligen Hersteller in den jeweiligen Bereichen. Wie sagt man so schön? Einen Versuch ist’s wert!

Arganöl Haarpflege

Ob Arganöl das Geheimnis schöner Haare ist wissen wir natürlich nicht. Fakt ist aber: die eigene Haarpracht bekommt durch das kostbare Öl hochwertige Nährstoffe geliefert und bekommt dadurch sichtbar mehr Feuchtigkeit, was wiederum zu mehr Glanz und strapazierfähigeren Haaren führt. Die entsprechenden Shampoos haben enthalten die richtige Menge Arganöl. Theoretisch kann man sich das „richtige“ Shampoo auch selbst, mithilfe von Arganöl als Basisstoff, zusammenmischen. Der eigenen Kreativität sind in diesem Fall keine Grenzen gesetzt.

Und auch bei Schuppenflechten kann es sich lohnen die betroffenen Stellen mit Arganöl zu behandeln. Selbstverständlich sollte die Verwendung immer in enger Absprache mit dem eigenen Hausarzt geschehen – vor allem bei laufenden Therapien. Doch gerade wenn die Schuppenflechten neu auf ihrer Haut aufgetreten sind bietet es sich an, mit dem eigenen Arzt über die Verwendung des Öls zumindest zu sprechen.