Die Herrenperücke – voll akzeptiert oder immer noch Tabuthema?

In guter Gesellschaft, mit einem echten Männercocktail und einer Zigarre in der Hand, reden Männer gerne über die außergewöhnlichsten Themen. Politik, Mode, über ihr letztes heißes Date oder gar die heiße Sekretärin des eigenen Chefs. Keines dieser Themen wird in der Männerwelt zu knapp diskutiert!

Doch über die kahlen Stellen auf dem eigenen Kopf oder gar der Herrenperücke, die das ganze Problem doch eigentlich nur lösen will? Nein danke!

Fakt ist: Herrenperücken haben in der Männerwelt von heute eine völlig ominöse Stellung eingenommen. Während die Perücke für die Frauenwelt als durchaus sinniges Modeaccessoire wahrgenommen wird, ist das gleiche Objekt in der Männerwelt nämlich auch heute noch ein Thema, über das in Männerkreisen kaum bis gar nicht gesprochen wird.

Dabei wollen die Perücken doch genau das verbergen, was wir Männer doch eigentlich so sehr hassen – nämlich die eigene Fleischmütze!

Damit ihr euch eventuell doch mit diesem Accessoire anfreundet, haben wir für euch einen Artikel darüber geschrieben WAS die Herrenperücke genau ist, WELCHE Unterschiede es gibt und vor allem AUF WAS Man(n) beim Kauf achten sollte.

Die Männerperücke – das Statussymbol von (vor)gestern!

Was viele Männer nicht wissen: die Herrenperücke war vor nicht allzu langer Zeit ein echtes Statussymbol bzw. ein Zeichen dafür, dass man als Mann sehr wohl auf sein Äußeres achtet. Und so waren Goethe und Mozart bei weitem nicht die einzigen Männer, die zu entsprechenden Anlässen nicht nur ihren besten Anzug, sondern ihre schönste Perücke aus dem Schrank holten.

Heute greifen Männer allenfalls nur noch an Fasching zur Perücke – dort allerdings aus einem völlig anderen Grund.

Die Prozentzahl der Männer, die täglich auf eine Männerperücke zurückgreifen muss/ will, tut dies im Normalfall dann, wenn man sich in einer ‚sicheren‘ Alltagssituation befindet. Heißt: wenn die Perücke auf dem Kopf nicht Gefahr läuft durch einen Ruck oder eine unerwartete Bewegung vom Kopf zu fallen. Den meisten Männern – selbst Perückenträgern – ist dies nämlich auch heute noch äußerst peinlich!

Und so tun sich die meisten Männer immer noch schwer damit die Herrenperücke beim Sport oder gar im Schwimmbad aufzusetzen – obwohl die meisten Perücken diesen Belastungen durchaus standhalten könnten!

Der Unterschied zwischen Herrenperücke und Herrentoupet

Perücken und Toupets werden fälschlicherweise oft für das Gleiche gehalten, dabei erfüllen sie unterschiedliche Zwecke und werden auch auf unterschiedliche Art getragen.

Die Herrenperücke wird dann eingesetzt, wenn man als Mann den ganzen Kopf bedecken möchte.

Ein Toupet kommt immer dann zum Einsatz, wenn Man(n) nur vereinzelte Stellen über entsprechenden ‚Haarersatz‘ verschwinden lassen möchte. So wird das Toupet zum Verdecken von bspw. Geheimratsecken oder gar der verhassten Halbglatze auf dem Hinterkopf eingesetzt.

Damit das jeweilige Toupet dem Gegenüber nicht förmlich ins Auge springt, wird die Befestigungstechnik konstant weiterentwickelt. Im Normalfall werden Herrentoupets mit den noch vorhandenen Haaren auf dem Kopf verknüpft und gehen so in das natürliche ‚Haarbild‘ über. Richtig angebracht, fällt das Toupet der Gegenüber sitzenden Frau gar nicht auf.

Wie findet man als Mann die richtige Herrenperücke?

Bei der Auswahl der richtigen Perücke sollte man sich genau überlegen, für welchen Schnitt und vor allem welche Farbe man sich entscheidet. Setzt man auf das falsche Modell, erkennt die Herrenperücke nämlich im wahrsten Sinne des Wortes „auch ein Blinder“!

Wichtig ist, zunächst seinen eigenen Kopf, inklusive der eigenen Augenfarbe und die Farbe der Barthaare zu analysieren.

Ein Mann mit heller Haut und hellen Augen sollte im Zweifelsfall eher zu Perücken mit Blondtönen greifen, während Männer mit dunklen Augen und dunklerer Haut sich eher nach dunkleren Männerperücken umsehen sollten.

Habt ihr die Männerperücke anprobiert und habt ihr ein gutes Gefühl mit ihr? Dann könnte diese Perücke genau die Richtige für euch sein! Gerade Letzteres trägt nämlich hauptsächlich dazu bei, dass ihr die Perücke sicher im Alltag, mit der gehörigen Portion Selbstvertrauen, tragen könnt.