Ich will Fremdgehen! Doch lohnt sich das Ganze tatsächlich?

Viele Männer stehen nach einigen Jahren Beziehung vor dem gleichen Problem: sie finden sich in einer Zwickmühle wieder, bei dem sie den Partner einerseits lieben, andererseits unbedingt mal etwas neues, in Form von einer Frau, neben sich im Bett liegen haben möchten. Doch kann man mit seiner Frau wirklich über solche Dinge sprechen? Wie steigt man in ein Gespräch dieser Sorte ein, ohne die eigene Geliebte zu verletzen? Und vor allem: wie wird der eigene Partner reagieren?

Fremdgehen ist oft der letzte Ausweg, den man als Mann in solch einer Situation sieht. Schließlich erscheint das Fremdgehen einfacher zu sein, als seinen eigenen Partner mit der Realität zu konfrontieren und ihn nach mehreren Jahren Beziehung der Tatsache ins Auge blicken zu lassen, dass er einen sexuell nicht mehr befriedigt.

Das Ziel, die eigene Beziehung über eine geheime Affäre aufzuwerten erscheint gleichermaßen genial wie paradox. Geht das wirklich? Kann man seine eigene Beziehung verbessern, indem man seinen langjährigen Partner mit einer geheimen geliebten betrügt, seine eigenen, sexuellen Bedürfnisse dadurch befriedigt und dies wiederum dazu führt, dass man wieder zum glücklicheren Ehemann wird? Wir werfen einen Blick auf dieses heikle Thema und versuchen und sowohl die Vor-, als auch die Nachteile dieses Vorgehens zu präsentieren!

Ich will Fremdgehen – die offensichtlichen Nachteile

Zunächst einmal zu den offensichtlichen Nachteilen des Projekts ‚Ich will Fremdgehen‘. Egal, ob man in seiner Beziehung glücklich oder gar unglücklich ist: wer fremdgeht betrügt nicht nur seinen Partner, sondern auch sich und das gemeinsam aufgebaute Vertrauen, welches im Bestfall über viele Jahre aufgebraucht wurde. Ist diese Barrikade einmal runtergebrochen, gibt es rein gedanklich eigentlich keinen weiteren Grund, um zur Tagesordnung „normale“ Beziehung wieder überzugehen. Je öfter man eine Sünde nämlich betreibt, desto leichter erscheint sie einem bei jeder neuen Gelegenheit.

Das Problem beim Fremdgehen: was passiert, wenn es nicht bei der geplanten Affäre bleibt? Was, wenn sich der Gegenüber in einen verliebt und plötzlich weinend vor der eigenen Haustür steht? Wohl wissend, dass man mit der eigenen Ehefrau oder Freundin auf der Couch liegt…all diese Horrorvorstellungen sind keine Seltenheit und sollten vor dem eigentlichen Fremdgehen gut überdacht werden. Denn jede Affäre hat die Gefahr, dass eigene Leben – und das des eigenen Partners – nachhaltig zu verändern und aus einem großen Problem ein noch größeres zu machen – inklusive Scheidung und Co.!

Ganz klar: das Projekt Fremdgehen wird noch komplizierter, wenn man bereits gemeinsame Kinder hat. Je größer die eigene Familie, desto größer ist nämlich das Risiko, dass man nicht nur seinen Partner, sondern unter Umständen weitere Menschen verletzt und ihnen einen langfristigen „Knicks“ auf emotionaler Ebene gibt.

Zwar gibt es Apps und Seiten, auf denen heimlich Fremdgehen möglich ist, trotzdem sollte man sich über diese Gefahren bereits vorab im klaren sein und sich dementsprechend gut überlegen, ob man das Projekt ‚Ich will Fremdgehen‘ wirklich durchzieht oder ob man versucht die Probleme mit seinem Partner auf andere Art und Weise zu klären…bspw. durch Kommunikation!

Ich will Fremdgehen – das sind die Vorteile

Obwohl es fast schon absurd klingt, kann das Fremdgehen auch einige Vorteile haben. Allen voran die Tatsache, dass das eigene Familienleben intakt bleibt und keines der Familienmitglieder unter der Trennung leiden muss, die entstehen würde, wenn sich die sexuelle Frustration der Partner weiterhin, über viele Jahre ins unermessliche zieht. Fremdgehen schafft in diesem Fall nicht nur Abhilfe und Befriedigung auf Seiten des Mannes, sondern sorgt außerdem dafür, dass die eigene Beziehung – die sexuelle Frustration einmal gelöst – unter einem völlig neuen Licht gesehen werden kann und man den eigenen Partner (wieder auf’s neue) lieben lernt.

Wer beim Fremdgehen auf die richtige Person trifft, kann sich in der Regel sicher sein, dass die Person die gleichen Intentionen wie man selbst hat und deshalb auf jeden Fall diskret mit dem Thema umgeht. Keine unangebrachten Telefonate mitten in der Nacht, keine anonymen Liebesbriefe und vor allem keine unerwarteten Liebeserklärungen. Fremdgehen wird in diesem Fall genau als das gesehen, als was es von den meisten gesehen werden möchte, nämlich als Mittel zum Zweck und nicht als Beginn von etwas Neuem.

Fremdgehen oder nicht? Das ist hier die Frage!

Obgleich man als Mann seit vielen Jahren unglücklich in der eigenen Beziehung ist, bringt man es oft trotzdem nicht über das Herz, sich endgültig vom Partner zu trennen. Fremdgehen ist daher oft die letzte Option und das einzige Mittel, mit dem man sein Verlangen nach sexueller Zufriedenheit füllen kann.

Trotzdem sollte das Projekt ‚Ich will Fremdgehen‘ nicht an erster Stelle stehen, sondern quasi der allerletzte Notnagel sein. Oftmals helfen nämlich Kommunikation, Empathie und Verständnis genau dort, wo die meisten Affären in der Regel enden.

Ist Man(n) sich diesen Gefahren, Vor- und Nachteilen bewusst, ist in der Regel in der Lage, eine informierte Entscheidung hinsichtlich dieser Thematik zu treffen und vor dem endgültigen Entschluss fremdzugehen alle wichtigen Aspekte im fairen Dialog gegeneinander abzuwiegen. Und vielleicht entsteht aus dem Gedanken fremdzugehen nicht die nächste Affäre, sondern die eigentliche Erkenntnis, dass man ohne seinen Partner eigentlich gar nicht mehr möchte – sexuelle Probleme hin oder her!