Zigaretten drehen oder stopfen – wie viel spart man wirklich?

Wenn man Beiträge rund um die Themen des Rauchens liest, geht es vor allem in den bekannteren Medien hauptsächlich um ein Kernthema: nämlich wie schädlich das Rauchen eigentlich ist und wie man sich das Ganze abgewöhnt.

Doch trotz dieser Berichte und den vielen Studien, die die Schädlichkeit von Zigaretten belegen, denken viele Raucher überhaupt nicht daran, mit dem Rauchen aufzuhören. Im Gegenteil! Die meisten Raucher entscheiden sich bewusst für das tägliche Rauchen. Die Gründe pro Zigarette sind dabei vielfältig:

  • Hilf beim Umgang mit extremen Stresssituationen
  • Gehört nach vielen Jahren mittlerweile „einfach“ zum Alltag oder
  • Ist gar der Grund, dass das Feierabend Bier überhaupt schmeckt!

Wer sich bewusst für das Leben als Raucher entscheidet, hat im Zusammenhang mit den kleinen Glimmstängeln in der Regel ganz andere Gedankengänge. Die wohl am häufigsten gestellte Frage in diesem Zusammenhang: wie viel kann ich beim Drehen bzw. Stopfen von Zigaretten sparen und lohnt sich die Umstellung, weg von der Schachtel tatsächlich?

Dieser Frage möchten wir in diesem Artikel auf den Grund gehen und einen genaueren Blick auf die vermeintliche Summe werfen, die bei der „Eigenproduktion“ der Zigaretten im Jahr gespart werden kann!

Welche Optionen gibt es zum herkömmlichen Kaufen der Schachteln?

Wenn man an als Raucher an Optionen zum herkömmlichen Weg an Zigaretten zu kommen denkt, gibt es spontan eigentlich nur zwei Lösungen, die einem einfallen, nämlich zum einen das Drehen von Zigaretten und zum anderen das Stopfen von Zigaretten mit einem entsprechenden Stopfgerät.

Beide Optionen vereint, dass die Einzelteile der fertigen Zigarette separat gekauft und eigenhändig zusammengefügt werden müssen.

Bei den selbstgedrehten Zigaretten funktioniert das Ganze in wenig Handgriffen – allerdings wollen diese geübt sein! Vergleicht man die ersten Versuche eines „Neu-Zigaretten-Drehers“ mit dem eines erfahrenen Fachmannes auf diesem Gebiet, muss man im Normalfall schon zwei Mal hinschauen um zu erkennen, dass es sich im Kern um das gleiche Objekt handelt. Auch in diesem Fall macht Übung den Meister und die eigene Zigarette perfekt!

Bei der zweiten Option wird zwar auch manuell gearbeitet, allerdings bekommt man hier Hilfe von einem Gerät, nämlich der elektrischen Stopfmaschine. Bei diesem Vorgang wird zunächst die entsprechende Menge an Tabak im Gerät platziert. Beim Stopfen selbst wird der Tabak alsdann in der zunächst leeren Hülse – natürlich mit entsprechendem Filter – platziert. Der Vorgang dauert wenige Sekunden und ist im Vergleich zur ersten Variante also mit weniger „professionellen“ Handgriffen verbunden. Dabei haben sich in den letzten Jahren vor allem gerade die Stopfmaschinen rasant entwickelt. Von den alten, manuell betriebenen Stopfmaschinen ist, Stand heute, nicht mehr allzu viel übrig. Mittlerweile können Raucher hier auf Helfer zurückgreifen, die vollautomatisch funktionieren. Technisch gesehen haben elektrische Stopfmaschinen in den letzten Jahren sozusagen einen Quantensprung hingelegt und sind daher mittlerweile auch für Raucher eine Option, die bisher auf das Stopfen aufgrund der lästigen Handarbeit verzichtet haben…Tabakkrümel auf dem Wohnzimmerteppich inklusive!

So viel spart man beim Zigaretten Stopfen bzw. Drehen wirklich pro Jahr!

Jetzt wo klar ist, welche Optionen es zum Kaufen der Schachteln gibt, stellt sich die Frage aller Fragen: wie viel spart man beim Drehen bzw. Stopfen von Zigaretten wirklich? Damit das Ganze deutlich wird rechnen wir das Ganze mal am Zigarettenkonsum eines Rauchers für ein Jahr aus.

Angenommen wir rauchen täglich eine normale Schachtel Zigaretten, mit entsprechend 20 Zigaretten in zwei Tagen. In diesem Fall kostet uns eine Zigarette ca. 32 Cent. Bei 365 Tagen im Jahr (durch zwei) kaufen wir also ca. 183 Schachteln Zigaretten pro Jahr (insgesamt 3.660 Zigaretten), was uns ca. 1.150 € kostet (bei 6,30 € pro Schachtel).

Rechnen wir nun damit, dass wir die Zigaretten jeweils selbst „zusammenbauen“, müssen wir den Preis für Tabak und die Hülsen kalkulieren. Da jeder Raucher verschieden Tabak raucht, ist es schwer hier ein allgemeinen Beispiel zu finden. Angenommen die Packung Tabak kostet 15 € und reicht für 150 Zigaretten. Hinzu kommen die Kosten von ca. 2 € für 150 Hülsen. 150 Zigaretten kosten uns in diesem Rechenbeispiel 17 €, was bei einem Konsum von 3.660 Zigaretten im Jahr ca. 415 € an kosten wären. Dies wären Kosten von ca. 11 Cent pro Zigarette, was zu einer Ersparnis von Unglaublichen 21 Cent pro Zigarette führen würde!

Nicht schlecht, wenn man daran denkt welch großen Kostenpunkt Zigaretten im Leben mancher Raucher darstellen können!

Ob wirklich gedreht oder gestopft entscheidet nicht nur die Ersparnis!

Allerdings bedeutet dieses Rechenbeispiel nicht, dass die Raucher, die bisher auf Zigaretten aus der Schachtel gesetzt haben von nun an automatisch auf die selbsterstellte Variante umsteigen werden! Schließlich behaupten viele Raucher, dass die selbstgedrehten- bzw. selbstgestopften Zigaretten bei weitem nicht so gut schmecken wie die fertigen Exemplare aus der Maschine!

Sei es aufgrund des Tabaks, der Filter oder einer Kombination aus allen Faktoren: für viele sind die eigens erstellten Zigaretten oftmals keine Option!

Erschwerend hinzu kommt, dass man – vor allem als Kettenraucher – mehrere Perioden an Zeit in der Woche einplanen muss, in denen man die Zigaretten zuhause herstellt. Obgleich elektrische Stopfmaschinen hierbei mit Sicherheit behilflich sein können und vor allem im Vergleich zu früheren Maschinen doch recht viel an Zeit einsparen, winken vor allem langjährige Raucher spätestens bei der Lagerung bzw. dem Umräumen der zuhause erstellten Zigaretten ab. Geschweige denn der Tatsache, dass die manuelle Herstellung innerhalb der eigenen vier Wände unter Umständen auch mit entsprechender Putz- bzw. Saugarbeit verbunden ist! Wieso kompliziert machen, wenn es für einen entsprechenden Aufpreis auch einfach geht, nicht wahr liebe Raucher? Und so werden sich die Raucherlager auch in Zukunft in zwei Kerngruppen aufteilen, nämlich die, die ihre Zigaretten lieber im Kiosk um die Ecke beziehen und die, die sich jede Zigarette gerne selbst herstellen!