Schönheitsoperation des Partners unterstützen oder nicht?

Was gehört zu einer guten Partnerschaft dazu? Diese Frage stellen sich Männer, Frauen und Eheberater täglich in den verschiedensten Zusammenhängen. Einer der vielen gemeinsamen Nenner im Zusammenhang mit dieser Grundthematik ist sicherlich, dass man seinen Partner in allen Lebenslagen unterstützt. Doch wo hört der Part mit dem Unterstützen eigentlich auf? Für viele Männer ist einer dieser wunden Punkte das Thema „Schönheitsoperationen“. Kaum ein Thema wird in Partnerschaften nämlich heißer diskutiert als jenes. Schließlich kosten Schönheitsoperationen nicht nur Geld, sondern die „Liebe des Lebens“ verändert außerdem einen liebgewonnen Teil am eigenen Körper – in den meisten Fällen für ein Leben lang!

Welche Vorteile eine Schönheitsoperation haben kann und wie man als Mann an den Entscheidungsfindungsprozess im Zusammenhang in dieser Frage herangehen kann, verraten wir euch in diesem kleinen Beitrag.

Die vermeintlichen Vorteile einer Schönheitsoperation

Selbstverständlich verbergen sich hinter jeder Schönheitsoperation auch Nachteile. Diese sind in manchen Fällen offensichtlicher als in anderen. Während man den Unterschied bei der Vergrößerung der Brüste des Partners direkt nach der OP die offensichtlichen – zum Teil gigantischen – Unterschiede sieht, sind einige, positive Veränderungen erst nach einiger spürbar. Für viele Frauen geht mit der Schönheitsoperation nämlich ein wahrhaftiger Traum in Erfüllung, bei dem ein Makel am eigenen Körper ganz entfernt oder zumindest extrem zum Positiven verändert wird. Dies führt oft dazu, dass bei der Frau nicht nur das eigene Selbstwertgefühl, sondern auch das eigene Selbstvertrauen ansteigt. Zu diesen Themen sollten sich beide Partner in entsprechenden Ratgebern zum Thema Schönheitsoperationen informieren und die späteren Folgen der OP bereits vorab abschätzen.

Was zunächst nach lediglich nach einem tollen „Nebeneffekt“ klingen mag, kann durchaus auch dazu führen, dass die Beziehung des jeweiligen Paares durch diese Veränderung auf ein völlig neues „Glückslevel“ gehoben wird. Schließlich kann man seinen Partner bekanntlich nur in dem Maße lieben, in dem man sich selbst, inklusive seines eigenen Körpers, liebt.

Für uns Männer bedeutet das also zunächst einmal, dass wir auf das Verlangen unseres Partners, sich einer Schönheitsoperation unterziehen zu wollen, nicht umgehend ablehnend reagieren sollten. Schließlich bedeuten Schönheitsoperationen nicht immer gleich das, was man durch entsprechende Fernsehsunden und prominente Personen, die das Ganze etwas zu weit treiben, assoziiert. Erkennt man in einem Gespräch, dass der Partner die „Wunden“ eines Makels am Körper seit Jahren in sich trägt, kann eine entsprechende Schönheitsoperation in vielen Fällen die richtige Lösung sein – für beide Parteien der Beziehung!

Die vermeintlichen Nachteile einer Schönheitsoperation

Hinter einer Operation verbirgt sich immer ein Eingriff, welcher im Regelfall mit – wenn auch mit geringen – Risiken verbunden ist. Schließlich kann es bei Operationen immer zu Komplikationen kommen. Im schlimmsten Fall ist das erzielte Ergebnis nicht wie gewünscht und der Eingriff muss ggf. sogar wiederholt werden.

Ein weiterer Punkt, der in der Praxis allerdings eher selten vorkommt, ist der Umstand, dass Schönheitsoperationen durchaus das Potential haben, den Patienten langfristig süchtig zu machen. Vergleichbar mit Tattoos, setzt die erste Schönheitsoperation in Ausnahmenfällen eine wahrhaftige Lawine an weiteren OPs in Gang. Auch der Grund dahinter ist wie beim Beispiel mit Tattoos oftmals derselbe: nachdem ein Teil am Körper verändert und „perfekt“ gemacht wurde, erscheinen den Patienten auf einmal die anderen, vor der OP völlig akzeptablen Körperteile, auf einmal auch als ungenügend und nicht tragbar. Infolgedessen werden auch diese mit entsprechenden Operationen nachgebessert, bis das „Kunstwerk“ – in diesem Fall der eigene Körper – irgendwann einmal vollendet ist und endlich in all seiner Blüte strahlen kann. Dieser Punkt sollte vor der ersten Schönheitsoperation also in jedem Fall bedacht und besprochen werden – im Bestfall sogar mit einem Experten!

Und: selbstverständlich kann man vor der OP auch an den falschen Arzt geraten, was wiederum zum ersten Punkt führt, nämlich dass das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht und ursprünglichen Zustand im schlimmsten Fall sogar verschlechtert! Hier gilt es also vorab zu Sondieren und ausführliche Gespräche mit dem Arzt und ggf. sogar vergangenen Patienten zu führen. Findet man dann einen Arzt, bei dem das eigene Bauchgefühl positiv gestimmt ist, kann man gemeinsam mit jenem die nächsten, notwendigen Schritte der Schönheitsoperation einleiten.

Und wer zahlt den ganzen Spaß?

Das hören viele Männer ungern, denn: Schönheitsoperationen sind freiwillige Maßnahmen des eigenen Partners. Dies bedeutet, dass die Krankenkasse keinen Teil der Kosten übernimmt und der Preis der jeweiligen Schönheitsoperation in vollem Maß vom Patienten getragen werden muss. Nur in Ausnahmefällen übernimmt die eigene Krankenkasse nämlich Teile der Kosten.

Es kann durchaus zu Einsparungen führen, wenn man sich vor der OP entsprechende Vergleichsangebote von verschiedenen Ärzten einholt. Lassen Sie sich die Preiskalkulation bei etwaigen Unterschieden erläutern und stimmen sie dem Vertrag erst dann zu, wenn sie auch tatsächlich ein gutes Gefühl bei der Sache haben. Gehandelt werden kann auch in diesem Bereich – allerdings sollte man vorsichtig damit sein, den jeweiligen Arzt kurz vor der OP noch mit unverschämten Verhandlungstaktiken zu verärgern!