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Der Barber Shop – die Wohlfühloase des Mannes mit Stil!

rasiermesser barber shop
27 Nov

Leichter Jazz, dass unverwechselbare Geräusch wenn ein Rasiermesser über die eingeschäumte Haut gleitet, einen Whisky in der Hand und natürlich keine Frauen – meine Herren, willkommen im Barber Shop! Wer sich als Mann mit Stil erholen und verwöhnen lassen möchte, ist hier nämlich genau an der richtigen Stelle gelandet. Zwar wird hier vom Barbier ein etwas anderes Programm aufgefahren als in den Spa’s dieser Welt. Die „Behandlung“ ist aber keineswegs weniger erfrischend.

Dies war jedoch nicht immer so. Zwar pflegte der Barbier schon immer hauptsächlich den Bart- bzw. den Haarwuchs von Männern, war früher aber auch dazu berechtigt Zähne zu ziehen und sogar Aderlässe bei etwaigen Erkrankungen durchzuführen. Ein Besuch beim örtlichen Barber Shop war früher also nicht zwangsläufig mit dem Gedanken verbunden sich verwöhnen zu lassen…

Die Geschichte der Barbier geht dabei weit zurück. So wurde das Handwerk bereits ab ca. 700 n. Chr. – also vor ca. 1317 Jahren (!!!) – ausgeführt. Zwischen den ersten Barbieren der Zeit bishin zu den Menschen, die diesen Handwersberuf heute noch ausführen, hat sich natürlich einiges geändert. Mit der Zeit hat sich der Beruf nämlich stark spezialisiert. Unseres Wissens nach gibt es heute nämlich keinen Barbier mehr, der neben einem stylischen Haarschnitt auch Zahnextraktionen ausführt.

Während der Barbiere dieser Welt vor allem um das Mittelalter besonders litten – der Handwerksberuf des Barbier galt zu dieser Zeit als ganz und gar nicht angesehener Beruf – ist die Nachfrage nach „echten“ Barber Shops vor allem in den letzten 5 Jahren wieder stark angestiegen.

Wolltet ihr schon immer mal wissen, was sich hinter dem Begriff Barber Shop verbirgt oder gar selbst einen Barber Shop besuchen? Dann wird euch dieser Beitrag gefallen, da wir einen kurzen Überblick über die Faszination Barber Shop und euch die Basics näher bringen möchten. Für eure nächste Rasur mit Stil!

barber shop einrichtungBarber Shop Einrichtung: was in keinem Barber Shop fehlen darf!

Ganz klar: keine Barber Shop Einrichtung dieser Welt ist wirklich komplett ohne das ikonische, in blau und weiß getauchte, stets von oben nach unten rotierende „Barber Shop Schild“. Bereits hier an der Außenfassade beginnt die richtige Barber Shop Einrichtung, denn: was für die einen Läden dieser Welt das Schaufenster ist (bzw. war), ist für die Barber Shops dieser Welt dieses ikonische Schild. Schon vor dem Betreten des Ladens hat daher jeder Barber Shop ein ganz besonderes Flair!

Das ist natürlich noch längst nicht alles. Mit dem Betreten eines Barber Shops geht es nämlich erst richtig los! Dabei war der in der Einleitung angesprochene Whisky ganz und gar kein Witz. Dieser fließt in einem guten Barber Shop nämlich zu jeder Tageszeit. Schließlich besucht Man(n) den Barber Shop unter anderem für ein gepflegtes Gespräch unter Männern – und da gehört ein guter Whisky eben dazu.

Wer bereits in mehreren Barber Shops war weiß: jeder Shop ist ganz individuell, nach den Präferenzen des Besitzers, eingerichtet. Wie auch ein Mann mit Stil, hat jeder Barber Shop dieser Welt einen ganz eigenen Charakter!

Trotzdem gibt es in der Barber Shop Einrichtung ein paar gemeinsame Nenner, die in der Regel in jedem Shop anzutreffen sind. Neben dem ikonischen Herrenfriseurstuhl sind das außerdem der Rasierpinsel, das Rasiermesser und natürlich das wohlduftende After-Shave. Lässt man sich die Haare frisieren, wird man spätestens nach dem Haarschnitt außerdem die fast schon ausgestorbene Haarpomade antreffen! Männer Herz was willst du mehr?!

Herrenfriseurstuhl

Das zentrale Element eines klassischen Barbers Shops bzw. der Barber Shop Einrichtung ist natürlich der Herrenfriseurstuhl. Unvergessen sind die Szenen diverses Filme – bspw. dem Poker Film Rounders mit Matt Damon und Edward Norton – in dem die Hauptdarsteller während einer Gesichtsrasur sich eine Auszeit gönnen und ihre nächsten Pläne besprechen.

Im gemütlichen Herrenfriseurstuhl ist das Motto: zurücklehnen und wohlfühlen! Ob ihr auch aus dem Herrenfriseurstuhl heraus euer Männergespräch fortführen wollt ist euch überlassen. Schweigen ist bekanntlich gold. Vor allem wenn der eigene Barbier mit seinem Rasiermesser an eurem Hals arbeitet.

Der Rasierpinsel

Die wichtigsten Komponenten für eine erfolgreiche Rasur sind zum einen die Pre-Shave Lotion und zum anderen der frisch vom Barbier angemischte Rasierschaum. Ersteres wird meist zunächst aufgetragen, ehe das Gesicht mit einem warmen Handtuch bedeckt wird. Ein klasse Gefühl!

Der Rasierschaum wird nach diesem ersten Schritt aufgetragen. Die Mixtur für den perfekten Rasierschaum wird dabei in einen Becher gegeben, ehe der Rasierpinsel diese Mixtur, kombiniert mit einem Tropfen heißem Wasser, aufmischt. Rasierpinsel gibt es dabei in verschiedenster Beschaffenheit in unterschiedlichen Preisklassen.

Die Idee hinter dem Rasierpinsel Einsatz ist dabei simpel: die Borsten des Pinsels reichen im Gegensatz zur eigenen Hand bis unter das letzte Barthaar. So kann das Gesicht komplett mit Rasierschaum bedeckt werden und die Barthaare entsprechend aufweichen. Vor allem aber wird die ganze Haut durch diese Prozedur weicher und ist so besser auf die Strapazen der bevorstehenden Klingenrasur vorbereitet.

Das Rasiermesser

Liebe Männer mit Stil, hier trennt sich die Spreu vom Weizen!

Während man die ersten Steps der Rasur auch selbst zuhause ausführen kann, wird es beim Einsatz des Messers schon etwas komplizierter bzw. gefährlicher. Der Spruch „scharf wie eine Rasierklinge“ kommt schließlich nicht von ungefähr!

Der richtige und vor allem gefahrenlose Rasiermesser Einsatz braucht Jahre lange Übung und vor allem viel Geduld! Während dieser Übungsphase lernt der Barbier, jeden Millimeter des Rasiermessers effektiv einzusetzen. Wenn man es so nimmt, wird das Rasiermesser zum dritten Arm des Barbiers!

Dabei sind die verschiedenen Abschnitte des Gesichts verschieden schwer zu rasieren. Während der Backenteil noch als leichterer Gesichtsteil gilt, ist der Teil unter der Nase und der Teil am Kinn am schwersten!

Die Übung mit einem Luftballon und entsprechendem Rasierschaum ist übrigens kein Mythos! Tatsächlich ist dies einer der Wege, die der Barbier zum Erlnen seines Handwerks nutzt. Alle die von dieser Übung fasziniert sind oder sie gar selbst ausführen möchten können sich über dieses Video gerne vorbereiten!

rasiermesser barber shop

 

Das After-Shave

Um die strapazierten Poren nach der Rasur wieder zu schließen, wird in irgendeiner Form immer ein Aftershave verwendet. Viele Barbiers arbeiten auch an dieser Stelle mit warmen und sogar kalten Handtüchern. Letzteres versetzt die Poren auf dem Gesicht in eine Art „Schock“ und schließen die Poren damit.

Der Teil „Gesichtsmassage“ wird von verschiedenen Barbiers verschieden intensiv ausgeführt. Während die Einen sagen, dass dies zum Service heutzutage absolut dazugehört vertreten andere Barbiers den Standpunkt, dass diese Praktiken noch nie Teil eines „echten“ Barber Shops waren und deshalb nach wie vor nicht reingehören. Vor allem aber deshalb, weil eine Massage des Gesichts nach dem Rasieren die Poren wieder öffnet und die Haut dadurch anfälliger für Infektionen werden lässt.

Ein Barbier kann mehr als nur rasieren!

herren frisur barber shopBarbiers sind nicht nur Meister der Bartrasur, sondern auch im schneiden von stylischen Frisuren. Egal ob Under- oder Sidecut: in einem Barber Shop bekommt ein Mann mit Stil genau das was er braucht!

Übrigens: auch beim Haarschnitt arbeiten die Barbiere gerne mit Rasiermessern! Neben den Konturen ist er zurzeit sehr trendig einen Strich in das eigene Haar zu rasieren und so den Look des Undercuts zu verstärken. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann gerne auf unserem Pinterest Profil vorbeischauen und sich von unserer Pinnwand „Barber Shop Inspirationen“ neue Ideen zum nächsten Haarschnitt holen!

Abgerundet wird der neue Haarschnitt mit der sog. Haarpomade. Die Haarpomade selbst war dabei eigentlich schon so gut wie von der Bildfläche verschwunden. Total „In“ war sie in den 20er Jahren in der sog. „Rock’n’Roll Ära“. Damals brachte die Haarpomade nämlich die Mähne der Herren in Form und natürlich ordentlich zum Glänzen. Elvis lässt grüßen!

Wenn ihr wie wir seid, dann habt ihr jetzt auch Lust auf einen Besuch in einem klassischen Barber Shop bekommen! Egal ob über die beeindruckende Barber Shop Einrichtung, die Rasierpinsel oder das Werkzeug eines Barbier, dass Rasiermesser: ein echter Barber Shop weiß immer zu beeindrucken!

Für einen Mann mit Stil ist der Besuch in der Männer Wohlfühloase ein absolutes muss! Wir wünschen euch eine entspannte Rasur!

Styling 101 – die Herren Fliege unter der Lupe

herren fliege classwatch
18 Nov

Als modebewusster Mann hat man es wahrlich nicht einfach. Täglich werden wir mit aktuellen Trends, neuen „must haves“ und neuen Männermagazinen konfrontiert. Ist man dann auch noch auf Pinterest oder Instagram unterwegs, kann es durchaus sein, dass man ganz ungewollt mehrere Stunden mit dem Sammeln von neuen Style Inspirationen verbringt. Männer mit Stil müssen eben in vielerlei Hinsicht leiden…

smoking mit fliegeWas auffällt: die Herren Fliege ist in den letzten Jahren immer öfter in den entsprechenden Mode Magazinen und Instagram Accounts anzutreffen. Das altbewährte Stück ist nämlich wieder voll im Trend! Wurde sie früher nur zu festlichen Anlässen mit Smoking oder Frack getragen, wird die Herren Fliege heute fast täglich in jeder Lebenslage „gerockt“.

Dabei sind es bei weitem nicht nur die Männer, die auf die Fliege setzen! Denn sowohl die Fliegen für Männer als auch die Fliegen für Frauen sind zurzeit voll gefragt!

Der perfekte Anlass also, um einen kurzen Artikel zur Herren Fliege zu schreiben. Schließlich wollen Männer mit Stil nicht nur gut aussehen, sondern im Fall der Fälle auch etwas über ihr Outfit erzählen können. Schauen wir uns die Geschichte der Herren Fliege etwas genauer an.

Die Geschichte der Herren Fliege

Die Herren Fliege, so wie wir sie kennen, hat im Volksmund nicht nur einen, sondern gleich mehrere Namen parat, so z. B.: Querbinder, Selbstbinder, Schlips, Schleife oder auch Mascherl in Österreich.

Die Geschichte der Herren Fliege geht weit zurück und beginnt tatsächlich schon im 17. Jahrhundert (!). So waren es ursprünglich die Kroaten – damals als extravagante Frauenhelden verschrien – die den Querbinder auf ihren Pferden damals zunächst nach Frankreich brachten. Die Frau des damaligen französischen Kaisers, Ludwig XVI., war so sehr von den extraordinären Halstüchern angetan, dass Sie kurzerhand beschloss, die Querbinder selbst tragen zu wollen und um einige eigene Ideen weiter zu entwickeln.

Wie so oft war auch in diesem Fall nicht ein Mann, sondern eine Frau mit Stil die Trendsetterin. Der Querbinder war geboren!

Fortan waren Herren Fliegen ein fester Bestandteil der Herren – und zeim Teil auch Fraun – Garderobe. Gefertigt wurden die Querbinder typischerweise aus edlen und vor allem teuren Seiden. Die besten Stoffe waren für die Oberschicht der Gesellschaft gerade gut genug. Wie so oft, etablierte sich der Selbstbinder erst viele Jahre nach seiner ursprünglichen Einführung in der kompletten Gesellschaftsschicht. In den ersten Jahren war er ausschließlich der Oberschicht der Gesellschaft vorenthalten.

What goes up…

Ihren Höhepunkt erlebte die Herren Fliege ab dem Jahr 1920. Für die Amerikaner waren die Jahre zwischen 1920 und 1930 eine ganz besondere Zeit. In den „Boom“ Jahren der amerikanischen Wirtschaft stiegen die Gehälter, schicke Restaurants und noble Nachtclubs sprießen aus dem Boden soweit das Auge reichte.

Ebenfalls auf dem Vormarsch war zu dieser Zeit der Smoking mit Fliege. Für Männer mit Stil führte kein Weg am schwarzen Smoking mit weißem Hemd und schwarzem Querbinder vorbei. So war es kaum verwunderlich, dass die ersten Prominenten wie Frank Sinatra und Winston Churchill damit begannen, den Selbstbinder ganz selbstbewusst bei öffentlichen Auftritten zu tragen. Damals wie heute waren die Prominenten Menschen unter uns die einflussreichsten Trendsetter. Und so etablierte sich nicht nur der Querbinder, sondern das heute noch so beliebte Outfit Smoking mit Fliege.

querbinder

Must come down…

Nach dem rasanten Aufschwung der Herren Fliege kam der ebenso rasante Abschwung. Und so wurde die Herren Fliege von der als förmlicher erachteten Krawatte verdrängt. Galt der Querbinder vor allem zwischen der Zeit von 1920-1930 als extravagantes Mode Accessoires, wurde sie ab den 50er Jahren von immer weniger Männern getragen. Das Frack und der Smoking mit Fliege waren zwar immer noch schön anzuschauen, aber längst kein modisches Ausrufezeichen mehr.

Der Hauptgrund dafür war, dass sich der Querbinder in einer ganz anderen Gruppe etablierte. So waren es ab den 50er Jahren oftmals Buttler und Kellner, die in ihrem Anzug und dem dazugehörigen Selbstbinder ihre Arbeit verrichteten. Dies führte dazu, dass die Gesellschaft den Querbinder als extravagantes Kleidungsstück ablehnte und Jahrzehnte lang auf die Krawatte umstieg.

Die Herren Fliege im Jahr 2017 – wieder voll im Trend!

Wie so oft in der Modewelt, war die Dürreperiode dieses besondere Herren Accessoires noch lange nicht das Aus! Denn mit der Zeit kam natürlich auch die Herren Fliege wieder voll in den Trend! So konnten Modeinteressierte in den letzten 5-7 Jahren deutlich die Renaissance des Querbinders beobachten.

selbstbinderZurecht? Das muss jeder stilbewusste Mann für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass die einst klassische Herren Fliege mittlerweile in allen Formen und Farben erhältlich ist. Egal ob mit Sternen, Kreisen, Punkten oder wilden Mustern: wer eine ganz bestimmte Fliege sucht, wird sie im Großteil der Fälle auf jeden Fall finden.

Wurde die Fliege früher nur zu ganz bestimmten Anlässen getragen, ist sie heute ein flexibel einsetzbares Accessoires im Männer Kleiderschrank. Ob zur Hochzeit des besten Freundes, zur Party am Wochenende oder zum Instagram Snapshot kombiniert mit Jeanshemd – mit dem passenden Querbinder macht Man(n) immer eine gute Figur!

Lasst euch dabei nicht von der ewigen Legende „Fliegen sind so schwer zu binden“ beeinflussen. Mit ein wenig Übung lässt sich der Selbstbinder ebenso leicht binden wie jede herkömmliche Krawatte! Mit dieser kleinen Videoanleitung seid ihr in Null Komma nichts „professionelle Fliegenbinder“ und stilvolle „Smoking mit Fliege“ Träger.

Ihr besitzt noch keine Herren Fliege? Smoking mit Fliege ist für euch (noch) kein Thema? Dann wird es aber Zeit! Lasst euch auf unserem Pinterest Kanal von unseren Pinnwänden inspirieren und teilt euer Lieblingsmotiv mit der Classwatch-Community!

Checkt außerdem unseren letzten Beitrag zum Thema Humidor! Was ein Humidor ist und wieso diese „Wunderbox“ ein elementar wichtiger Teil für jeden Zigarrenfan ist lest ihr hier. Möge der Stil mit euch sein!